Im Jahr 1950 entstand in der Moselstadt Trier, die für sich reklamiert, die älteste Stadt Deutschlands zu sein, aus dem katholischen DJK (Deutsche Jugendkraft) und dem Vorläufer des Sportvereins, der Marianischen Jünglings-Congregation, die DJK/MJC Trier.

Die Erfolgsgeschichte der Trierer Handballfrauen begann im Jahr 1982 mit dem Aufstieg in die Regionalliga. Sie wurden im Jahr 2003 Deutscher Meister und konnten dieses Kunststück 2005 mit der Vizemeisterschaft beinahe wiederholen. Von 2000 bis 2015 spielte die DJK/MJC Trier in der I. Bundesliga. Doch immer wieder mussten die Rheinland-Pfälzer mit erheblichen finanziellen Problemen und einer großen Spielerinnen-Fluktuation kämpfen.

Ende 2015 kam dann der Abstieg in die II. Bundesliga. Viele dachten, dass die „Trierer Miezen“ in die 3. Liga durchgereicht würden, doch die Miezen zeigten die Krallen und bissen sich in der II. Liga fest. Eine Spielerin der Miezen schloss sich den KURPFALZ BÄREN an. Die jetzige Spielertrainerin KATRIN SCHNEIDER spielte bereits 2006 in den Reihen der Miezen, war allerdings bei dem legendären Bundesligaspiel in der Mannheimer SAP Arena gegen die damalige Mannschaft der Ketscher Bären, was aus Sicht der Bären leider mit 20:23 verloren ging, nicht im Kader. Viele bekannte Namen werden mit der DJK/MJC in Verbindung gebracht. ANJA ALTHAUS, MAREN BAUMBACH, LAURA STEINBACH und nicht zuletzt NADJA NADGORNAJA sind in Trier zu großen Persönlichkeiten gereift.

Immer wieder versucht das Aushängeschild des Handballverbandes Rheinland, durch den Einsatz neuer Spielerinnen, den Kader aufrechtzuerhalten. Passende Spielerinnen aus der Umgebung sind kaum zu finden, ist doch einer der wenigen Mitstreiter – die Vulkan-Ladies aus Koblenz/Weibern – endgültig „erloschen“.

So halten die Trierer Miezen das Fähnlein des Bundesliga-Frauenhandballs im Rheinland hoch und hoffen auf tatkräftige Unterstützung. Gerade jetzt machen sie wieder einen großen Umbruch durch. Mit ANDY PALM kommt vom BSV Sachsen Zwickau ein neuer Trainer und mit ihm kommen vier internationale Neuzugänge:

Die 1,80m große Linkshänderin GABRIELLA SZABO mit ungarischem und rumänischem Pass, stößt vom VfL Waiblingen dazu

Die 1,84m große frühere kroatische Junioren-Nationalspielerin VESNA TOLIC. Sie spielte zuletzt beim SV Union Halle-Neustadt

Der an Jahren jüngste Neuzugang, die Belgierin AARICIA SMITS, ist die Schwester der in Deutschland eingebürgerten Nationalspielerin XENIA SMITS und hat ihre Ausbildung im Blomberger Handball Internat genossen

Die Japanerin YUKO MINAMI, die übrigens gelernte Sushi-Köchin ist, kommt vom TV Beyeröhde und wird zukünftig das Trierer Tor hüten

Damit ist der Kader der Miezen komplett, nachdem es die Torhüterin JESSICA KOCKLER nach Bensheim/Auerbach zu den Flames zieht und die wurfgewaltige LUCIE WEIBELOVA den Verein mit noch unbekanntem Ziel verlässt.

 

DJK/MJC Trier

 

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von Wolfgang Schwan
Grafik: Jürgen-Martin Kügler

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