Als es nach wenigen Minuten bereits 7:2 für den TSV Haunstetten hieß, tönten bereits einige vorlaute Zuschauer, was denn diese junge Bären-Mannschaft in der 3. LIGA Süd zu suchen hätte. Doch bereits wenige Minuten später hatte sich diese junge Mannschaft herangekämpft.

In der Tat war der Rückraum mit Goudarzi (2000), Vay (2000) und Hinzmann (2001) bei den BÄREN lediglich mit Jugendspielerinnen besetzt, doch mit hohem Tempo und einem großen Kämpferherz stellte man sich dem Favoriten entgegen. Wieder einige Minuten später sah sich der Heimtrainer sogar dazu gezwungen, beim 7:5 eine Auszeit zu nehmen. Dennoch schafften es die BÄREN, den 2-Tore-Vorsprung bis zum Halbzeitpfiff (11:9) zu halten, und spätestens jetzt waren die letzten Spötter verstummt.

Auch in der zweiten Spielhälfte wurden die ersten Minuten verschlafen. Haunstetten konnte sich auf 14:9 absetzten. Doch wieder kämpften sich die Mädels heran und in der 40 Minute, beim 16:13, war das Spiel wieder völlig offen. Allerdings merkte man den Spielerinnen den hohen Einsatz nun an, die Beine wurden immer langsamer und sie konnten den Deckungsverband nicht mehr schnell genug schließen. Haunstetten bemerkte das sofort und die routinierte Mannschaft reagierte schnell auf die neue Situation. Langsam, aber stetig wuchs der Rückstand der Gäste an, und mit einer 14:24 Niederlage im Gepäck trat man die Heimreise an.

Dieses Mal wurden in den Kabinen die „Dirndl“ ausgepackt, „Oktoberfest“ hieß das Motto auf der Rückfahrt, und spätestens auf der Autobahn war das Ergebnis von Haunstetten nicht mehr so wichtig.

„40 Minuten auswärts beim Zweitligaabsteiger herausragend gespielt, dann haben wir leider keine Kraft mehr gehabt. Die Spiele, bei denen wir uns mit Punkten belohnen können, werden sicher kommen“, waren die abschließenden Worte des Trainers, bevor es in den Bus ging.

Die BÄREN spielten mit
einer überragenden Katja Heinzmann und Sara Kral, die zwei Strafwürfe entschärfen konnte, im Tor
Theresa Köhler (4/1), Anastasija Klacar, Saskia Puhr, Pia Büßecker, Lina Reichling, Sara Goudarzi (4) Katja Hinzmann (2), Ina Bühl (3), Rebecca Berg, Lea Vay (1), Anna Widmaier.


von Wolfgang Schwan
Foto: ilse Heigert-Becker

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