_

„Ja, ist denn heut‘ schon Weihnachten?“

Wer erinnert sich nicht an diesen Spruch vom „Fußball-Kaiser“ FRANZ BECKENBAUER. Wie ein Kaiser durften sich nach einem sehr strapaziösen Wochenende unsere Nachwuchsbären fühlen. Sie schafften mit einem ganz jungen Team geradezu sensationell die Qualifikation zur A-Jugend-Bundesliga, und fast zeitgleich zog auch die B-Jugend in die Baden-Württembergische Oberliga ein. Und das mit einem Kader, in dem der Großteil unserer Handballmädels in beiden Mannschaften zum Einsatz kamen.

Spielerinnen, Trainer und Eltern im Dauereinsatz
Fast alle mussten an diesem Wochenende sieben Spiele absolvieren, zum Teil gegen Mannschaften, die unseren BÄREN körperlich weit überlegen und in der Jugendbundesliga-Quali zudem gut zwei Jahre älter waren.

Doch der Reihe nach: Am Samstag hatte die A-Jugend in der Ketscher Neurotthalle zunächst gegen den Nachwuchs der Bietigheimer Bundesligamannschaft keine Chance (14:24), doch durch einen überzeugenden Sieg über die JSG Süd-Ost-Saar (22:17) hielt man sich die Chance zur Qualifikation noch offen.

Am Sonntag warteten dann sportliche und logistische Herausforderungen der besonderen Art. In der Schwetzinger Nordstadthalle ging es um den letzten zu vergebenden Platz für die Jugendbundesliga, und in der Neurotthalle wurde um die Qualifikation für die B-Jugend-Oberliga gekämpft. Spielerinnen und Trainer wechselten nach einem ausgeklügelten Plan hin und her, wobei die Eltern nicht nur den Fahrdienst übernahmen, sondern auch in beiden Hallen für die Verpflegung der Gäste sorgten.

Zum vierten Mal in Folge bei der Jugendbundesliga dabei
Im vorentscheidenden Duell gegen den Nachwuchs des amtierenden Deutschen Meisters, dem Thüringer HC, liefen ‒ trotz eines Rumpfteams ‒ unsere A-BÄREN zu großer Form auf. Die Spielerinnen aus dem Thüringer Internat waren individuell klar überlegen, doch das machten die Bären mit ihrem überlegenen Kombinationshandball wett. Am Ende wurden bei gerade einer Auswechselspielerin die Beine etwas müde, doch nach großem Kampf war ein nie für möglich gehaltener 18:17 Erfolg geschafft. Der sportliche Leiter, DR. ROBERT BECKER, der die Mannschaft coachte, war sehr stolz auf sein Team: „Unsere Mädels haben schon eine spielerische Klasse aufzuweisen, die uns mit viel Freude in die Zukunft blicken lässt.“

B-Jugend souverän für BWOL qualifiziert
Nach diesem Husarenstreich „hetzte“ die halbe Mannschaft nach Ketsch, wo ADRIAN FULADDJUSCH und FRIEDBERT REISSNER die B-Jugend zum ersten Quali-Spiel gegen die HG Saase vorbereiteten. In einem sehenswerten Kampfspiel setzten sich die Bären mit 18:14 durch.

Und wieder ging es nach dem Schlusspfiff flugs in die Autos, denn das zweite und entscheidende Spiel der A-Jugend gegen Bad Soden stand in Schwetzingen auf dem Programm. Auch hier setzte das Team von ROBERT BECKER die ersten Akzente. Erst kurz vor dem Spielende ließen die Kräfte unserer Mannschaft nach, dennoch war am Ende mit 17:16 die Qualifikation zur Bundesliga geschafft.

Bärenmüde, aber überglücklich
Die Jubelstürme waren kräftig, aber kurz: Denn es ging zurück nach Ketsch, wo die B-Jugend gegen das Team der SG Unter Fils antreten musste. Auch dieses Spiel wurde eine Beute der KURPFALZ BÄREN. Die Gäste hatten nicht den Hauch einer Chance, und nach dem 25:10 Erfolg kannte der Jubel bei unseren Spielerinnen keine Grenzen mehr. Denn damit war die abschließende Begegnung gegen FA Göppingen (20:23) völlig bedeutungslos.

Kräftemäßig völlig am Ende ging es für die große Bärenfamilie nach all den Strapazen zum Public Viewing ins Café am Markt, um den Abend bärenmüde, aber glücklich ausklingen zu lassen.

_
von Wolfgang Schwan
Foto: Ilse Heigert-Becker

Unsere Mädels haben schon eine spielerische Klasse aufzuweisen, die uns mit viel Freude in die Zukunft blicken lässt.

Dr. Robert Becker

Comments

0