Ganz Handball–Deutschland ist im Handballfieber!

Seit heute, dem 01.Dezember 2017, findet an sechs Standorten in Deutschland die 23. IHF Handball-Weltmeisterschaft der Frauen statt. Nur wenige Experten wissen, dass auch drei ehemalige Bären sich im Kampf um die Weltmeisterkrone befinden. SVENJA HUBER, JULIA BEHNKE und auch FRIEDERIKE „FREDDA“ GUBERNATIS lernten in Ketsch das „Handball-Einmaleins“.

In Heddesheim aufgewachsen, wirbelte SVENJA HUBER, damals als B-Jugendliche, die Deutsche B-Jugend Meisterschaft durcheinander. Erst durch ihre Verletzung gehandicapt, verpasste der damalige Süddeutsche Meister – ATB Heddesheim -knapp die Endrunde der Deutschen Meisterschaft. Zusammen mit ihrer Mutter – „SIGGI“ HUBER-HOCH – die beim TSV 1846 Mannheim jahrelang in der damaligen Landesliga spielte, wechselte sie im Jahr 2002 zur TSG Ketsch. Mit den damaligen „Ketscher Bären“ gelang ihr 2005 der Aufstieg in die Bundesliga. Nach einem kurzen Intermezzo beim TuS Weibern, wechselte sie zum Deutschen Meister Thüringer HC, wurde dreimal Deutscher Meister und spielt seit dieser Saison beim BVB Dortmund unter ihrer alten Trainerin ILDIKO BARNA.

JULIA BEHNKE ist ein echtes „Mannemer Bloomaul“ und lernte das Spiel mit dem kleinen Ball in der Jugend der TSG Ketsch. Schon früh erkannte man das riesige Potential der Kreisläuferin. 2011 wurde sie gemeinsam mit den aktuellen Bärinnen CARMEN MOSER, ANNA MICHL, LAURA ESSMANN und LENA FEINILER beinahe Deutscher Meister der weiblichen A-Jugend. Dabei mussten unsere Bären erst kurz vor Ende gegen den HC Leipzig kapitulieren. Gleichzeitig spielte sie schon bei den BÄREN in der 3. Liga Süd. 2013 stieg sie mit dem damaligen „Zweitligisten“ SG BBM Bietigheim im die erste Bundesliga auf und spielt seit Sommer 2014 zusammen mit der Ex-Bärin MARLENE ZAPF bei den Tussies in Metzingen.

Am längsten spielte FRIEDERIKE GUBERNATIS in der Enderle–Gemeinde. In Hamburg geboren, zog es die Familie auf Umwegen nach Hockenheim. Bereits in der E-Jugend erkannte unsere URSEL FERCH das große Talent von Friederike. Im Jahr 2007 wurde sie in Blomberg Deutscher Meister der weiblichen A-Jugend und bereits ein Jahr später feierte sie ihren wohl schönsten Triumpf. Zusammen mit den Bärinnen MARLENE ZAPF und ELLI ALMENDARIS wurde sie Weltmeisterin der Juniorinnen 2008. Vielen ist der tränenreiche Abschied aus der „Bärenhöhle“ in Richtung Frankfurt/Oder noch in Erinnerung. Ein kurzes Wiedersehen mit den „Bären“ gab es 2013, als unsere B-Jugend damals mit einem hohen Auswärtserfolg bei Frankfurt/Oder den Grundstein für die spätere Deutsche Meisterschaft legte. Nach dem finanziellen Aus in Frankfurt zog es „Fredda“ in die alte Heimat zurück. Beim Buxtehuder SV reifte sie zu einer Führungsspielerin heran und wird dort wohl auch ihre Handball-Karriere beenden.

Wir wünschen unsere ehemaligen Bären viel Erfolg bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land. Bestimmt werden sie in der einen oder anderen Minute daran denken, wo und wie das alles begann, in der Bärenhöhle Ketsch.

 


von Wolfgang Schwan
Titel: HBF

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