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Noch etwas übermüdet von der langen Rückfahrt mit den KURPFALZ BÄREN am Vorabend aus Beyeröhde, saß Coach ADRIAN FULADDJUSCH etwas unsicher in der Sporthalle Bönnigheim. Nach den sicheren Erfolgen der vergangenen Wochen stellte sich gestern Nachmittag der Tabellenzweite der Baden-Württemberg Liga unseren Junior BÄREN entgegen. Und immerhin sind die Junior-Bären gerade einmal in die BWOL aufgestiegen.

„Rasselbande“ eröffnete das Spiel
Entgegen aller Bedenken setzte Adrian auf die Jugend und begann die Partie mit einer wahren „Rasselbande“. Auf der Spielmacherposition ersetzte KATJA HINZMANN die erkrankte JULIA LÖBICH und sie machte es mit ihren 15 Jahren ganz hervorragend.

Wie bereits in den letzten Wochen, brannten seine Spielerinnen ein wahres Feuerwerk auf dem Spielfeld ab. Die fast 200 Zuschauer kamen aus lauter „Aaahh und Ooohh – Begeisterungslauten“ kaum noch heraus. Bis zur 20. Minute stemmte sich dem tempogeladenen und druckvollen Offensivhandball der BÄREN nur ALEXANDRA TITTES entgegen, die das Kunststück fertigbrachte, von den ersten neun Treffer des TSV Bönnigheim alleine acht zu markieren. Nach dem 12:13 erhöhten die Junior-Bären noch einmal die Schlagzahl und zogen binnen weniger Minuten auf 20:13 zur Halbzeit davon.

Erst Power & Speed, dann kurze Zeit Wildwesthandball
Auch nach Wiederanpfiff durch die beiden sehr souveränen Schiedsrichter aus Südbaden hielt Ketsch das Tempo hoch, und beim 23:13 – nach lediglich weiteren fünf Minuten – war die Begegnung entschieden. Und immer wieder das unfassbar schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff bei den Gästen. DR. ROBERT BECKER, der das Power & Speed Spielsystem entwickelte, hätte bestimmt Freudentränen in den Augen gehabt, wenn er dieses Schauspiel live hätte bewundern können. Doch wieder einmal schlichen sich nach dem hohen Vorsprung Leichtsinnsfehler ins Ketscher Spiel ein. Anscheinend wähnten sich die Spielerinnen auf einer vorgezogenen Fasnachtsveranstaltung, derart verrückt flogen die Bälle durch die Gegend. ADRIAN FULADDJUSCH nahm sofort eine etwas lautere Auszeit und danach stand der Zug wieder fest auf den Gleisen.

Schnellster Hattrick im Handball
In der 55. Minute erzielte REBECCA ENGELHARDT den wohl schnellsten „Hattrick“ im Handball. Während ROBERT LEWANDOWSKI für seine fünf Tore neun Minuten benötigte, reichten Rebecca für drei Treffer gerade einmal 50 Sekunden! Die Gastgeberinnen brachen nun völlig zusammen und sehnten den Schlusspfiff herbei. Mit dem 38:26 Erfolg gegen den Tabellenzweiten Bönnigheim setzten die Junior-Bären vor dem Saisonhöhepunkt des Jahres, am 18.Dezember, 18 Uhr, in der Neurotthalle ein dickes Rauchzeichen ab.

Die HSG St. Leon/Reilingen wird im letzten Spiel des Jahres alles daransetzen, um unsere Junior-Bären rechtzeitig einzubremsen. Doch der Power-Express ist in einer derart guten Verfassung, dass die Bären dieser Begegnung frohen Mutes entgegensehen können.
„Wir sind glücklich und auch stolz, dass wir diese Leistung abrufen konnten. Dies gilt es nun in der Trainingswoche und am Sonntag im Derby zu bestätigen, wenngleich wir auch gegen SG Leon/Reilingen als Aufsteiger in der Außenseiterrolle sind“, freut sich der BÄREN-Coach ADRIAN FULADDJUSCH bereits auf das kommende Wochenende.

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In Bönnigheim spielten für die BÄREN:
Sarah Kral und Julia Rohrmann im Tor, Katja Hinzmann (1), Saskia Puhr (2), Justine Stindl (5), Sophia Sommerrock (1), Lea Marmodee (5), Elena Fabritz (6), Ina Bühl (2), Lara Eckhardt (5), Theresa Köhler (7), Rebecca Engelhardt (4), Saskia Zachert, Lea Vay

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von Wolfgang Schwan
Foto: privat

Wir sind glücklich und auch stolz, dass wir diese Leistung abrufen konnten

Adrian Fuladdjusch

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