Bayer 04 Leverkusen – Kurpfalz Bären 31:23 (17:13)

Bei ihrem ungewohnten Wochentagsspiel bei den Werkselfen in Leverkusen konnten die Spielerinnen der KURPFALZ BÄREN durchaus zeigen, dass sie in der ersten Bundesliga mithalten können. Nach dem überraschenden Heimsieg gegen Bad Wildungen waren die Bären-Ladies gut gelaunt nach Leverkusen gereist. Zwar nicht geschlossen im Team, aber ganz selbstbewusst nach dem Motto: „Wir spielen mit, so gut es geht und sammeln weiter Erfahrungen mit den Spitzenmannschaften der Liga.“ Am Ende gab es zwar einen verdienten Sieg für die Gastgeberinnen, doch die Bären-Ladies hatten es ihnen keineswegs leicht gemacht und nach 40 Minuten beim 17:16 zweimal die Chance auf den Ausgleich gehabt.

Kate Schneider: „Wir können mit Stolz nach Hause fahren“
Die Ketscher Trainerin, die bei Vorhersagen zum Spiel eher zurückhaltend ist, war nach Abpfiff in der Ostermann-Arena vom Auftritt ihrer „Mädels“ sehr angetan: „Nach einem schwachen Start sind wir immer besser ins Spiel gekommen und haben es dem Gegner nicht leicht gemacht. Schade nur, dass wir in der Endphase des Spiels viele gute Angriffe nicht mit einem Tor abschließen konnten. Insgesamt aber haben wir ein gutes Spiel geboten, das uns weiterbringen wird.“

Nach 10 Minuten erst ins Rollen gekommen
Zunächst sah es ganz nach einer herben Niederlage aus. Das Team des holländischen Trainers ROBERT NIJDAM nutzte die eklatante Unordnung in der Bären-Abwehr, und beim 8:2 war zu befürchten, dass die Bären in der Ostermann-Arena sang- und klanglos untergehen würden. Aber dann rissen sich die Bären-Ladies zusammen und brachten ihre spielerischen und kämpferischen Qualitäten immer besser auf das Parkett. CARMEN MOSER, LENA FEINILER und SAMIRA BRAND sorgten dafür, dass das Spielgeschehen offengehalten werden konnte. Auch SASKIA FACKEL und VERENA OSSWALD trugen wesentlich dazu bei, dass der Klassenneuling aus Ketsch sich zunehmend Respekt verschaffte und bis zur Halbzeit (17:13) ein völlig ausgeglichenes Spiel bieten konnte.

Nach 40 Minuten Leverkusen in Bedrängnis
Bange Mienen auf der Leverkusener Bank deuteten zu Beginn der zweiten Hälfte an, dass es wahrlichen keinen Spaziergang für die Werkselfen werden würde. Nach dem 17:16 Anschlusstrefffer von LENA FEINILER wurde es unruhig auf der Bank der Gastgeberinnen. Aber ROBERT NIJDAM stellte sein Team neu ein, und er hatte mit NELE KURZKE eine Torhüterin, die viele gut herausgespielte Torchancen der Gäste zunichtemachte. Am Ende gab es aus Bärensicht nach einer sehenswerten Leistung ein etwas zu hohes Endergebnis. Co-Trainer TOM LÖBICH nach dem Spiel: „Wir haben über weite Strecken des Spiels gut mithalten können, und ich freue mich über die vielen Komplimente, die es auch von Leverkusener Seite für unsere Mannschaft gab.“

Die Kurpfalz Bären spielten mit folgendem Team:
Leonie Moormann und Johanna Wiethoff im Tor, Saskia Fackel 4, Lena Feiniler 4, Samira Brand 3, Rebecca Engelhardt 1, Elena Fabritz 1, Lea Marmodee, Verena Oßwald 2, Lara Eckhardt 1, Cara Reuthal, Amelie Möllmann, Carmen Moser 7.
Für Leverkusen trafen am besten:
Joanna Rode 7, Anna Seidel 4.

Am kommenden Wochenende werden die Bären eine wohlverdiente Pause genießen, ehe es am darauffolgenden Samstag (2. November) in der 3. Runde des DHB-Pokals gegen den Liga-Konkurrenten aus Neckarsulm geht. Anpfiff ist um 18 Uhr in der Neurotthalle.
Eine Woche später kommt es dann zum Fast-Derby gegen Mainz 05. Mit einem Sieg könnten die KURPFALZ BÄREN schon eine gute Grundlage für den Kampf um den Klassenerhalt legen. Hochspannung pur ist also angesagt.

 


vom Pressebär
Foto: Daniel Glaser

Comments

0