Bad Wildungen – Kurpfalz Bären 29:20 (14:10)

Nach der Verletzung von Lena Feiniler brach die Abwehr auseinander
Die Vipers ließen in der entscheidenden Phase den Bären keine Chance. Nach einem eklatanten Fehlstart lagen die Bären-Ladies nach 17 Spielminuten mit 11:4 im Rückstand und es sah nach einem Debakel aus. Trainer ADRIAN FULADDJUSCH nutzte das Team-Timeout, um seine Mannschaft wiederaufzurichten. Und dies gelang im Hexenkessel der Ense-Halle eindrucksvoll. Bis auf 11:9 kamen die Bären den Vipers näher, und es sah ganz danach aus, als wenn die Gastgeberinnen noch mehr ins Schwimmen kommen würden. Aber gestützt auf die überragende MANUELA BRÜTSCH im Tor, retteten die Vipers einen Vier-Tore-Vorsprung in die Halbzeitpause.

Beim 16:14 in der 38. Minute schien noch alles möglich
Nach dem Seitenwechsel brachte CARMEN MOSER die Bären noch einmal auf zwei Tore heran. Doch der Ausfall von LENA FEINILER war in der Folge nicht mehr zu kompensieren. Die Abwehrchefin verletzte sich am Fuß, und die defensive Ordnung ging völlig verloren. ANNIKA INGENPASS nutzte die Lücken in der Ketscher Abwehr konsequent und kam zu insgesamt sechs Treffern vom ersten Wurfkreis. In der Offensive häuften sich die Abspielfehler: „Unter Druck verlieren unsere jungen Spielerinnen noch zu oft die Souveränität im Pass-Spiel. Gegen eine so bundesligaerfahrene und routinierte Mannschaft wie die Vipers werden diese technischen Fehler gnadenlos bestraft“, so ADRIAN FULADDJUSCH.

Bad Wildungen körperlich wesentlich präsenter als die Bären-Ladies
Bären-Geschäftsführer UDO WAGNER nahm seine Mannschaft in Schutz: „Bad Wildungen hat rein physisch ganz andere Voraussetzungen. Und wenn dann noch so viele Ungenauigkeiten im Kombinationsspiel dazukommen, können wir keine Punkte holen. Dennoch ist noch nichts verloren, auch wenn es jetzt ein Zweikampf im Rennen um den Klassenerhalt geworden ist.“

In zwei Wochen wird es sicherlich schon eine Vorentscheidung geben, wenn die Bären in Mainz antreten. Vorher ist am kommenden Samstag (18 Uhr) Bayer Leverkusen zu Gast in der Neurotthalle, ein Team, das nur mit einer Glanzleistung in Gefahr zu bringen sein wird.

Die Kurpfalz Bären spielten mit folgendem Team:
Leonie Moormann, Katrin Rüttinger und Johanna Wiethoff im Tor, Lena Feiniler, Rebecca Engelhardt 3, Elena Fabritz 1/1, Lea Marmodee 1, Saskia Fackel 1, Samira Brand 3, Verena Oßwald 2, Lara Eckhardt 3, Sara Goudarzi, Anna Michl, Ina Bühl, Carmen Moser 6

 


vom Pressebär
Foto: Daniel Glaser

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