Samstag, 07. März, Neurotthalle Ketsch

Nach Sina Michels wird jetzt auch noch Lena Feiniler nicht spielen können

„Sensation in Ketsch!“ So lautete vor 13 Jahren die Schlagzeile im Sportteil der Schwetzinger Zeitung. Was war passiert? Der damalige deutsche Vizemeister Bayer Leverkusen verlor am ersten Spieltag der Saison 2007/08 in der Neurotthalle völlig unerwartet mit 30:29. Und auch die nach wie vor im Amt befindliche Elfen-Managerin RENATE WOLF wurde erwähnt: „Bayer – als haushoher Favorit angereist – kam nie richtig in Schwung, was die Miene von Renate Wolf zunehmend verfinsterte“. Die damalige Bärentrainerin KARIN EULER konnte ihrer jungen Mannschaft nur überschwänglich gratulieren, in der damals auch SVENJA HUBER stand, die am kommenden Samstag mit Leverkusen wieder einmal nach Ketsch kommt.

Für Leverkusen geht es um Europa-Cup-Plätze, für die Bären um die Vorbereitung auf die entscheidenden Spiele um den Klassenerhalt
So vermessen, auf eine Wiederholung des Sensationssiegs vor dreizehn Jahren zu hoffen, ist man bei den Bären nicht. Für Trainer ADRIAN FULADDJUSCH geht es vor allem darum, mit einer starken Leistung noch mehr Selbstvertrauen im Abstiegskampf zu gewinnen. „Für uns sind die Spiele in Mainz sowie zuhause gegen Oldenburg und Neckarsulm wohl ausschlaggebend. Natürlich werden wir gegen Leverkusen das Mögliche versuchen, doch mehr als eine Außenseiterrolle ist für uns nicht drin.“ Dies gilt umso mehr, da nicht nur SINA MICHELS zu ersetzen ist. Auch Abwehrchefin LENA FEINILER fällt aufgrund einer Bänderverletzung aus, die sie beim Spiel in Bad Wildungen erlitten hat.

Leverkusen mit großer individueller Klasse
Die Elfen werden inzwischen von MICHAEL BIEGLER trainiert, der zusammen mit RENATE WOLF die Mannschaft auf einen Platz bringen will, der die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb ermöglicht. Beim Hinspiel konnten die Bären-Ladies – wie in sehr vielen Spielen dieser Saison – lange sehr gut mithalten, verloren aber am Ende klar mit 31:23. Leverkusen hat zahlreiche Nationalspielerinnen in seinen Reihen, darunter auch SVENJA HUBER, die von 2008 bis 2018 das DHB-Trikot tragen durfte. Und wie hieß es 2007 im Bericht vom Sieg über Leverkusen, der die gebürtige Mannheimerin über die Region hinaus bekanntmachte: „Svenja Huber zeigte gegen Leverkusen ihre Klasse, bewahrte die Nerven und steuerte insgesamt neun Treffer zum 30:29 Sensationserfolg der Bären bei.“ Auch in der laufenden Saison hat die Linkshänderin noch nichts von ihrer Gefährlichkeit eingebüßt. Mit 78 Treffern belegt sie einen hervorragenden 18. Platz in der Liste der Torjägerinnen der ersten Bundesliga.

 


vom Pressebär
Foto: Daniel Glaser

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