Sonntag, 15. März, 16 Uhr, Sporthalle Wiesbaden

Bären-Ladies werden gegen die Meenzer Dynamites alles in die Waagschale werfen müssen, denn bei einer Niederlage droht der direkte Abstieg
Die Freunde von Rechenspielen sind dabei, die Chancen auf den Klassenerhalt zu kalkulieren: Die Bären haben drei Zähler auf dem Konto, Mainz 05 deren vier. Mainz hat das um 32 Tore schlechtere Torverhältnis und mit 596 Gegentoren die schlechteste Bilanz der Liga. Ob diese Zahlenspielereien nach dem Derby am Sonntag weiter Sinn machen, hängt wohl ganz vom Ergebnis dieses „Schicksalsspiels“ ab. Jeder Sachverständige ist sich sicher, dass ein Sieg der Dynamites mehr als eine Vorentscheidung bedeuten würde. Bei dem ausstehenden Restprogramm müssten die Bären-Ladies wahre Wunderdinge leisten, um noch den Sprung auf den vorletzten Tabellenplatz zu schaffen. Denn nur dieser eröffnet die Chance, in der Relegation gegen den Zweiten der 2. Bundesliga die Klasse halten zu können.

Trainer ADRIAN FULADDJUSCH: „Wir glauben an unsere Stärken und sind für den großen Kampf bereit!“
In der Hinrunde verloren die KURPFALZ BÄREN in heimischer Halle mit 33:40 Toren. In diesem Spiel überzeugten insbesondere die Mainzer Rückraumschützinnen, die von der Bären-Abwehr nie zu bremsen waren. Mit ALICIA SOFFEL (99 Saisontreffer), LARISSA PLATEN (69), ELISA BURKHOLDER (61) und der Allrounderin JANKA BAUER (56) hat das Team von THOMAS ZEITZ brandgefährliche Angreiferinnen in seinen Reihen. Aber auch auf den Mainzer Außenpositionen droht stete Gefahr. Bei den Bären hofft man, dass die zuletzt von den eigenen Torjägerinnen gezeigte Ladehemmung am Sonntag überwunden sein wird. Dazu Coach Fuladdjusch: „Wir haben diese Woche das Wurftraining forciert und reisen guten Mutes nach Mainz.“

Kein Spiel für schwache Nerven
Wenn das Schiedsrichtergespann LENHARDT/HEINZ das Spiel anpfeifen wird, könnte der Adrenalinspiel auf beiden Seiten Höchstwerte aufweisen. Für beide Trainer wird es vor allem darum gehen, neben spieltaktischen Winkelzügen das Nervenkostüm ihrer Spielerinnen zu stärken. Beide Seiten haben in den letzten Wochen ‒ auch bei hohen Niederlagen ‒ immer wieder betont, dass die entscheidenden Partien erst noch kommen. Am Sonntag aber ist es soweit: Für den Derbysieger wird Licht am Ende des Tunnels sichtbar, während der Verlierer die „rote Laterne“ mit in die Kabine nehmen muss.

 


vom Pressebär
Fotos: Daniel Glaser

Wir haben diese Woche das Wurftraining forciert und reisen guten Mutes nach Mainz

ADRIAN FULADDJUSCH

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