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Kurpfalz Bären – HSG Hannover-Badenstedt 30:26 (19:8)

Sabine Stockhorst und Carmen Moser überragend
Zwischen der 14. und 30. Spielminute „steppte der Bär“ in der Ketscher Neurotthalle: Gut 500 Zuschauer waren aus dem Häuschen, als die Mannschaft von Spielertrainerin KATRIN SCHNEIDER in einem wahren Sturmlauf die Gäste aus Hannover-Badenstedt geradezu an die Wand spielten und eine SABINE STOCKHORST im Tor wussten, die den Spielerinnen von FLORIAN MAROTZKE mit tollen Paraden serienweise den Zahn zog. Im Angriff sorgte vor allem CARMEN MOSER mit unwiderstehlichen und hochdynamischen Aktionen, dass sich aus einem 5:3 Zwischenstand in den nächsten sechzehn Spielminuten ein 19:8 Vorsprung entwickelte. Das war so überhaupt nicht zu erwarten und überraschte die KURPFALZ BÄREN wohl selbst.

Die Power kam diesmal von der Bank
In den ersten zehn Spielminuten sahen die Zuschauer ein eher zähes Ringen zweier Mannschaften, die über eine ähnliche Spielanlage mit viel Offensivgeist verfügen. 3:3 zeigte die Anzeigetafel nach dreizehn Minuten, und die Bärenfans hielten den Atem an. Erst die Einwechslung der jungen Talente brach den Bann. CARMEN MOSER, SOPHIA SOMMERROCK, LEA MARMODEE und REBECCA ENGELHARDT ‒ im Schnitt noch nicht einmal 20 Jahre alt ‒ sorgten für einen temporeichen Angriffswirbel, während SABINE STOCKHORST das Bärentor zunagelte. Auch LENE EBEL zeigte eine durchgehend starke Leistung. Die Gäste um Spielmacherin JANA POLLMER und die sonst so gefürchteten Schützinnen ISABELLE DÖLLE und MIEKE DÜVEL waren völlig von den Socken, als die Halbzeitpause das viertelstündige Bären-Schützenfest beendete und die Gäste erlöste. Der Halbzeit-Kommentar von DR. ROBERT BECKER: „Endlich hat Carmen einmal gezeigt, über welch großes Potenzial sie verfügt!“

Hut ab vor der großartigen Moral der „Jungen Wilden“
Gleich nach der Pause bewiesen die Spielerinnen aus Hannover-Badenstedt, dass sie nicht gewillt waren, sich weiterhin das Fell über die Ohren ziehen zu lassen. In der 36. Minute legte Co-Trainer LÖBICH die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch, nachdem den Gästen eine Drei-Tore-Serie gelungen war. Die Bären fingen sich wieder, und die Zuschauer erfreuten sich an einem munteren und abwechslungsreichen Spiel. Dreizehn Minuten vor Schluss führte Ketsch mit 26:16, und alles deutete auf einen Kantersieg der Bären hin. Doch es war vor allem CELINA FRIEDE im Hannoveraner Tor, die jetzt zu einer Prachtform auflief und die torhungrigen Bären schier verzweifeln ließ. So gelang es Hannover-Badenstedt, die Endphase mit 10:4 Toren zu bestreiten. Am Bärensieg gab es dennoch nichts zu rütteln, der aber eher moderat ausfiel.

Für die BÄREN spielten
Sabine Stockhorst und Hannah Melching im Tor, Sina Michels 1, Samira Brand 1, Sophia Sommerrock 3, Lea Marmodee 2, Saskia Fackel, Katrin Schneider 7/5, Lene Ebel 5, Yvonne Rolland 1, Anna Michl 1, Carmen Moser 6, Rebecca Engelhardt 2, Elena Fabritz 1
Für Hannover-Badenstedt waren erfolgreich:
Saskia Rast 7/3, Jana Pollmer 5/1, Rabea Pollakowski 5, Isabelle Dölle 3, Leonie Neuendorf 2, Alina Defayay 2, Bogna Dybul 1, Marie Kristin Gerber 1

 

2 Punkte, da kann schon man schon mal feiern!

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vom Pressebär
Fotos: Ilse Heigert-Becker, Jürgen-Martin Kügler

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