Am Sonntag beginnt der Endspurt um den Bundesliga-Aufstieg:

Ab Sonntag wird es richtig ernst:
Ab 16 Uhr präsentieren sich in der Ketscher Neurotthalle zwei Spitzenteams der zweiten Handballbundesliga der Frauen. Ein Team steht dabei unter Zugzwang, das andere wird unbelastet aufspielen können. Warum? Vier Mannschaften haben sich vom Rest der Tabelle abgesetzt, doch einen Lizenzantrag haben nur Mainz 05 und die Bären gestellt – Spitzenreiter Buchholz/Rosengarten und Beyeröhde nicht. Das bedeutet für Mainz und Ketsch: Sie müssen mindestens Dritter werden, da der Vierte laut den Statuten keinen Zugang zu Liga Eins erhält.

Statt Rechenspiele: Konzentration auf jedes einzelne Spiel
Noch sechs Spiele sind zu bestreiten. Die Bären treffen dabei dreimal auf die unmittelbaren Tabellennachbarn (jetzt gegen Beyeröhde, am 27. April zu Hause gegen Buchholz/Rosengarten und am 4. Mai in Mainz), und sie müssen noch nach Zwickau und nach Bremen, dazwischen kommen die Berliner Spreefüxxe am 11. Mai nach Ketsch. „Die Entscheidungen werden aber nicht aufgrund von Rechenkünsten fallen, sondern alleine auf dem Spielfeld“, sind sich die beiden sportlichen Leiter, DR. ROBERT BECKER und TOM LÖBICH, sicher: „Wir haben bislang eine überragende Runde gespielt und brauchen keine Mannschaft zu fürchten. Andererseits gibt es auch keinen Anlass, einen der nächsten Gegner zu unterschätzen!“

Am Sonntag „brennt“ die Neurotthalle
Mit der Empfehlung von 8 Auswärtssiegen und einem Tore-Festival beim letzten Spiel gegen den HC Rödertal (30:23), reisen die torhungrigen Handballgirls am Sonntag nach Ketsch. Die Mannschaft hat sich von vielen Verletzungen nicht aus der Spur bringen lassen und sowohl spielerisch als auch kämpferisch voll überzeugen können. Beim Vorspiel führten die Bären in Wuppertal kurz vor der Halbzeit noch mit 11:12, hatten dann aber ‒ im wohl einzigen Spiel dieser Runde ‒ keine echte Sieges-Chance mehr und mussten mit 33:29 die höchste Saisonniederlage einstecken.

KATE SCHNEIDER: „Beyeröhde wird alles versuchen, die Punkte zu entführen!“
Während es für die Bären darum geht, die gute Ausgangsposition noch auszubauen, kann Beyeröhde völlig befreit aufspielen. Mit Linkshänderin JOHANNA HELDMANN (123 Treffer), NATALIE ADEBERG (90), MICHELLE STEFES (90), LUISA KNIPPERT (87) und MELINA FABISCH (80) verfügt Beyeröhde über eine breite Front an wurfgewaltigen Rückraumspielerinnen. Auch PIA ADAMS ist wieder fit, sodass auf die Bärenabwehr und Torhüterin SABINE STOCKHORST Schwerstarbeit wartet. Ein Vorteil der Bären ist sicherlich, dass Kate Schneider sich nicht nur auf eine einzige Formation verlassen kann. Denn neben den etablierten Spielerinnen haben auch LARA ECKHARDT, VERENA OSSWALD, ELENA FABRITZ und LEA MARMODEE bewiesen, dass auch sie jederzeit entscheidende Akzente setzen können.


vom Pressebär
Foto: Ilse Heigert-Becker

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