Schon sehr früh im Jahr nehmen die Kader der JBLH-Bären und der B-Jugend Formen an. Die ersten beiden Neuzugänge FLORINE und MARIA SENDER bringen von der HG Saase auch noch ihren Vater CARSTEN als Trainer mit. Dazu gesellen sich noch Torhüterin ANTONIA WAGNER und Vater UDO. Antonia, ausgestattet mit einem Doppelspielrecht, hütete schon im letzten Jahr das Bären-Gehäuse der B-Jugend und hat den Bären in einer sehr schwierigen Situation geholfen. In einem kleinen Gespräch erläutern die beiden „Sender-Schwestern“ ihren Wechsel zu den KURPFALZ BÄREN

Warum jetzt der Wechsel zur TSG Ketsch?

Florine: Für mich ist entscheidend, dass ich nach der erfolgreichen Sichtung zur Jugendnationalmannschaft den nächsten Schritt zu einer noch professionelleren Ausbildung nur bei den KURPFALZ BÄREN machen kann. Darüber hinaus möchte ich einmal in meinem eigentlichen Jahrgang spielen, und ich glaube, dass wir mit der B-Jugend in der nächsten Saison absolut erfolgreich sein können. Daher ist der Zeitpunkt absolut passend.

Maria: Mittlerweile ist die Auswahl an Vereinen in unserer Region, die einen ambitionierten (Mädchen/Damen) Handball anbieten, sehr überschaubar. Ich möchte im letzten Jahr in der Jugend noch wenigstens einmal die Möglichkeit bekommen, mich mit den besten Mannschaften in Deutschland zu messen und in der Jugend Bundesliga zu spielen. Und ich kann Flo auch nicht allein wechseln lassen, als große Schwester.

Was bedeutet das Abenteuer Ketsch für euch?

Florine: Ich finde es einfach mal toll, dass in Ketsch der Damenhandball im Vordergrund steht. Diese Situation kenne ich so noch nicht.

Maria: Sicherlich waren Erfolge gegen Ketsch immer besondere Momente und auch keine Selbstverständlichkeit. Wenn du für Ketsch spielst, bist du in Baden und ggf. in Baden-Württemberg immer Favorit. Es ist wirklich ein Abenteuer. Man fühlt sich praktisch wie ein Spieler des FC Bayern München.


Kennt ihr bereits einige Mädels aus der Mannschaft?


Florine: Ja, natürlich aus den Auswahlteams und auch aus gefühlten 100 Spielen seit der E-Jugend gegeneinander. Besonders gut befreundet bin ich mit Jule (Haupt), da wir die Lehrgänge mit der Nationalmannschaft gemeinsam besucht haben. Aber auch alle anderen Auswahlspielerinnen und somit fast die gesamte Mannschaft kenne ich gut und bald noch besser.

Maria: Einige Mitspielerinnen kenne ich aus der BHV Auswahl und aus den Rundenspielen.


Ist es ein Problem, dass Euer Vater als Trainer mit nach Ketsch wechselt?


Florine: Dadurch, dass unser Vater uns schon seit den Minis trainiert, ist es für mich schon zur Normalität geworden. Klar, für uns endet das Spiel nie in der Halle, sondern zuhause wird immer noch mal analysiert und gerade bei Niederlagen intensiv diskutiert. Aber als Spielerin wurde ich nie bevorzugt, eher noch mehr gefordert. Ohne ihn hätte ich es nicht bis nach Ketsch oder in irgendeine Auswahl geschafft.

Maria: Unser Vater ist beim Handball in erster Linie Trainer. In Saase hat er das gut hinbekommen. Es lebt das Traineramt. Zur letzten BWOL-Quali Runde haben wir sogar im Pfingsturlaub bis nachts Videos von unseren Gegnern Schwaikheim und Schutterwald studiert. Das ist echt schon hart :-). Also ist es kein Problem, und in der A-Jugend und im aktiven Bereich wird es ja auch noch weitere gute Trainer geben.


Was sind Eure Ziele bei der TSG Ketsch?

Florine: Mit der B-Jugend die Endrunde zur Deutschen Meisterschaft erreichen, gern im Endspiel gegen den BVB Dortmund. Langfristiges Ziel ist es, ein Teil der 1. Damenmannschaft zu werden. Und natürlich Spaß am Spiel zu haben.

Maria: Für mich ist es wichtig, dass es mir Spaß macht Handball zu spielen. Dazu ist meine erste Zielsetzung, ein wichtiger Bestandteil des Teams zu werden. A-Jugend Bundesliga wäre schon toll…

 


von Wolfgang Schwan
Foto: ilse Heigert-Becker

 

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