KURPFALZ BÄREN, Pressemitteilung vom 10.02.2020

Beim Derby: Sina Michels erlitt Bruch des Mittelfingers –
„Zum Glück ist es nur die rechte Hand“

Es ist sehr deutlich im Video zu sehen: In der 12. Spielminute gab es einen Zweikampf in der Defensive der Bären-Ladies, SINA MICHELS zuckte zusammen, schaute auf ihre rechte Hand und marschierte zur Auswechselbank. Die Ketscher Physiotherapeutin, KRISTIN WERTH, begutachtete den Mittelfinger. An einen weiteren Einsatz der Linkshänderin war nicht mehr zu denken, und SASKIA FACKEL rückte auf die halbrechte Angriffsposition.

Am Samstag wurde geröntgt, und die Diagnose des behandelnden Arztes lautete: „Glatter Bruch des Fingers!“ Für die Kapitänin der KURPFALZ BÄREN ‒ in der Mannschaft „Hexe“ genannt ‒ bedeutet dies eine Pause von 4-6 Wochen … wenn alles gut verläuft. Der Pressebär fragte nach.

Was bedeutet dein Ausfall für die Bären?
Die Verletzung kommt leider zum falschen Zeitpunkt. Denn wir sind trotz einiger vermeidbarer Niederlagen überzeugt davon, in der Rückrunde noch genügend Punkte holen zu können. Glücklicherweise haben wir einen breiten Kader, um meinen Ausfall kompensieren zu können.

War die Niederlage gegen Bensheim/Auerbach sehr ärgerlich?
Nach dem desolaten Auftritt in der ersten Halbzeit, haben wir nach der Pause ein wirklich tolles Spiel gemacht und fast das Ergebnis noch gedreht. Leider wurden gegen die aus meiner Sicht gleichwertigen Gegner aus Mainz und Neckarsulm mögliche Siege verschenkt. Gleichzeitig haben wir viel in der ersten Liga gelernt und uns bisher sehr tapfer geschlagen. Jetzt aber müssen wir diese entscheidenden Spiele gewinnen, um eine Chance für den Klassenerhalt zu haben.

Die meisten Mannschaften in der Liga verfügen über weit bessere Rahmenbedingungen
als die Bären, was Trainingszeiten und beruflicher Belastung betrifft. Wie sehen die Wochenpläne bei euch aus?
Handball ist bei uns als anspruchsvolles Hobby zu bezeichnen. Alle Spielerinnen leisten beruflich oder in der Ausbildung einen Vollzeitjob. Als Lehrerin am Privatgymnasium in Weinheim kann ich erst nach einem vollen Arbeitstag an Training denken. Das heißt, ich fahre morgens zur Schule, dann ins Training nach Ketsch und komme erst spätabends wieder nach Hause.

Danke Sina für das Gespräch.


vom Pressebär
Foto: Daniel Glaser

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