Nach dem Abpfiff konnten die „Piranhas“ aus Markranstädt kaum fassen, was gerade in den letzten Minuten geschehen war. Mussten sie doch in der Schlussphase, den sicheren Erfolg vor Augen, völlig erschöpft mit ansehen, wie die Junior-Bären die beiden Punkte noch an Land zogen.

Mit einer unheimlichen Dynamik begannen die Gäste, unsere körperlich weit unterlegenen Spielerinnen auseinanderzunehmen. Zudem unterliefen der Mannschaft um Coach FULADDJUSCH viele einfache Fehler. Doch nach 20 Minuten schien es, als ob man den Piranhas die Zähne ziehen könnte. Auf einmal galt aber das Motto „Wilde Maus“ und jede Spielerin machte, was sie wollte. Als Quittung leuchtete zur Halbzeit ein 13:16 von der Anzeigetafel.

Auch in den ersten Minuten der zweiten Spielhälfte sah es nicht besser aus. Erst nach dem 15:20 kamen die Junior-Bären besser ins Spiel. In der Folge machte sich der breitere Kader bemerkbar, die Gäste bauten mehr und mehr ab. Dennoch konnte Markranstädt bis wenige Minuten vor dem Schlusspfiff ein 24:28 behaupten. Erst eine Verletzung der besten Gästespielerin, LEA SEIDEL, und eine VERENA OSSWALD, die wie „Phoenix aus der Asche“ plötzlich aus der Versenkung auftauchte, gab dem Team um ADRIAN FULADDJUSCH noch einmal die Chance, dem Spiel eine Wende zu geben. Als nach dem 29:28 auch noch ein Piranha auf die Strafbank musste, war die Partie in trockenen Tüchern. Mit den Kräften am Ende, musste Markranstädt noch zwei Konter zum 31:29 Endstand hinnehmen.

„Etwas glücklich, aber eine tolle Moral der Mannschaft, die in der Bärenhöhle immer an sich glaubt und weiter ungeschlagen bleibt“, so der zufriedene Coach FULADDJUSCH.

 

Katrin Rüttinger und Laura Essmann hüteten das Gehäuse,
im Feld spielten Sara Goudarzi 10/3, Katja Hinzmann, Anastasija Klacar, Saskia Puhr 5, Jule Haupt 2, Anna Widmaier 2/2, Pia Büßecker 2, Verena Oßwald 4, Cara Reuthal 4, Megan Keßler, Amelie Möllmann, Ina Bühl 2, Lara Böser

 


von Wolfgang Schwan
Fotos: Lars Thieme

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